Alle Lebewesen wollen in Stresssituationen immer Überleben – also wegrennen, kämpfen oder erstarren bzw. sich totstellen. Stattdessen bleiben wir aber kontrolliert am Schreibtisch sitzen und lösen das Problem mit unserem Kopf. Jedenfalls denken wir das.

Wohin geht dann aber diese enorme Menge an freigewordener Energie? Zum Beispiel in die Zappelbeine, plötzlichen Durchfall, Kopfschmerzen oder Heißhunger, Gliederschmerzen, Krankheitsgefühl und vieles mehr.

Es gibt sehr viele Symptome, deren Auslöser die Unterdrückung der normalen Stressreaktion ist. Wir erinnern uns: Stress ist die unspezifische Reaktion des Körpers auf jede Anforderung. Das laugt aus, die Ressourcen schwinden. Es fällt einem auf, dass man irgendwie auf eine Art Energiesparmodus geschaltet hat und einiges einfach nicht mehr so leichtfällt, wie früher.

Es gelingt schlichtweg nicht, dem Stress bzw. den normalen Anforderungen des Alltages adäquat zu begegnen. Und plötzlich stresst alles, weil sich der Körper gar nicht mehr reguliert.

Das Alter spielt hier keine Rolle. Wie bei so vielem, ist es sogar so, dass die Probleme immer früher beginnen. Es betrifft also auch zunehmend Kinder und Jugendliche.

Um ein Gleichgewicht wieder herstellen zu können, muss man die Hormondrüse identifizieren, die die meiste Unterstützung braucht. Meistens sind es mehrere.

Typischerweise sind die Nebennieren, die Schilddrüse und die Geschlechtsdrüsen betroffen.

Außerdem ist es wichtig, sich um die Stressoren zu kümmern. Oft sind es welche, die gar nicht ins Bewusstsein vordringen: Bestimmte Nahrungsmittel, die doofen Nachbarn, ein Darmpilz, Waschmittel, Sendemasten, alte Amalgamplomben, Schimmelpilze, Zahnherd, ein schief sitzender Wirbel und so weiter.